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Die Polizei ist halt wirklich unser Freund und Helfer. Deshalb bedanken wir uns auch herzlich für den "launigen" Artikel im offiziellen Polizeipressebericht. "Die Wutz im Zaum gehalten" titelt der Pressearbeiter der Polizei. Offensichtlich sind unsere Freunde der Meinung, dass es nur ihrem Einsatz in diesem Jahr zu danken ist, dass das Wutzdog Festival einen "überaus friedlichen Verlauf" genommen hat. Sicherlich muss man Familien mit Kindern, Jugendliche, Riedstädter Normalbürger, Rockfans usw. mit massiver Polizeikontrolle durch Zivilstreifen am randalieren hindern. Wie sie nur darauf kommen? Bei 7 Festivals in den Jahren zuvor haben wir die Damen und Herren in blau bzw. grün niemals wahrgenommen und es gab dennoch nicht den geringsten Zwischenfall. Keine Schlägerei, keine Drogenexzesse ....
...keine Pfefferspray-Unfälle. Den überaus massiven Einsatz bei Verkehrskontrollen von 14:00 Uhr bis nachts nach 2:00 Uhr haben wir wohl den Vorfällen bei der Geinsheimer Kerb zu verdanken, denn bisher gab die 7 Festivals in den vergangenen Jahren dazu keinerlei Anlass. Übrigens hat der Einsatz nicht gegen den Diebstahl unseres Red-Bull Kühlschranks geholfen. Vielleicht hätten sich Beamten mal in Uniform auf unserem Gelände sehen lassen sollen. Das hätte die Diebe evtl. abgeschreckt. Wir fragen uns auch, was der Teleskopschlagstock im Auto eines Rüsselsheimers am Kieswerk an der L3098 mit Wutzdog zu tun hat? Die L3098 liegt im Odenwald im Bereich Ober-Beerbach, Nieder-Beerbach, Beedenkirchen. Mal unterstellt, der Berichterstatter hat sich vertippt und die L3096 gemeint: könnte es nicht eher sein, dass der Herr mit dem Schlagstock sich auf Auseinandersetzungen bei der Geinsheimer Kerb vorbereitet hat? Um es klar zu stellen: Wir haben rein gar nichts gegen Polizeikontrollen! Auch wir möchten nicht, dass unter Alkohol oder Drogeneinfluß gefahren wird. Und Gewalt ist überhaupt nicht unser Ding. Natürlich möchten wir auch vor Randalierern wie in Geinsheim geschützt werden. Allerdings sollte man das möglichst verhindern und präventiv tätig werden. Da passt der Einsatz von Zivilstreifen nicht so ganz dazu (die fangen ja nur Leute nach dem sie eine Straftat begangen haben). Wir bieten der Polizei daher ausdrücklich an, bei unserem Festival im nächsten Jahr mit Info-Stand oder sonstigen Aktionen zur Drogen- oder Alkoholmissbrauchsprävention aufzutreten. Aber gleichzeitig bitten wir auch darum, auf solche einseitigen Artikel im Stil des fraglichen Polizeiberichts, der das Wutzdog Festival so darstellt, als wären wir bereits seit Jahren ein Problemfall und der damit schon an Rufmord grenzt, zu verzichten. Hier der Originalwortlaut, damit ihr euch ein Urteil erlauben könnt: 01.09.2008 | 13:37 Uhr POL-DA: Riedstadt-Leeheim: Die "Wutz" im Zaum gehalten | Polizeikontrollen rund ums "Wutzdog-Festival"Riedstadt-Leeheim (ots) - Auch beim 8. Musikfestival "Wutzdog" am Riedsee waren sie wieder verdeckt im Einsatz. Die Zivilstreifen der Zentralen Fahndung und Verkehrsüberwachung des Polizeipräsidiums Südhessen. Die Sicherheit aller Teilnehmer stets im Auge, führten die Beamten verstärkt Verkehrskontrollen sowohl am Veranstaltungsort als auch in der näheren Umgebung durch. Dabei mussten die Ordnungshüter feststellen, dass die bei dem namensgebenden 69er "Woodstock"-Kultevent populäre Droge Haschisch auch noch fast 40 Jahre danach bei einigen Zeitgenossen als scheinbar harmloses "Stimmungsmittel" verkannt, trügerische Akzeptanz findet. So wurden die Fahnder insgesamt in fünf Autos fündig und stellten dort das besagte Rauschgift, wenn auch in geringen Mengen, sicher. In einem Fall hatte ein 26 Jahre alter Treburer die Droge nicht am, sondern im Körper. Er erhielt eine Anzeige wegen Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Zu tief ins Glas schaute offensichtlich ein 55-Jähriger Mann aus Leeheim. Er war im Spessartring mit 1,5 Promille unterwegs und musste seinen Führerschein abgeben. Auf Höhe des Kieswerks auf der L 3098 machten die Polizisten einen brisanten Fund in einem Fahrzeug aus Rüdesheim. Der 49 Jahre alte Fahrer hatte die vormaligen Woodstock-Prinzipien "Love & Peace" nicht ganz verinnerlicht und führte einen verbotenen Teleskopschlagstock mit sich. Ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Insgesamt war das Festival für die Veranstalter ein gelungener Erfolg mit vielen glücklichen und von der Sonne geröteten Gesichtern im Publikum. Am Ende sorgten nicht zuletzt die Verkehrskontrollen des Polizeipräsidiums Südhessen für den abschließend zu verzeichnenden überaus friedlichen Verlauf des diesjährigen "Wutzdog". Text: Marc Wuthe, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 06151 / 969 - 2423 ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969
Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen Klappacher Straße 145 64285 Darmstadt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telefon: (06151) 969 2400
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